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Geschichtliches

Aus der Musikkapelle entstehen immer wieder kleine Gruppen, welche zur Unterhaltung und zum Tanz aufspielen. Aber auch bei offiziellen Anlässen von Gemeinde und Tourismusverband und besonders bei kirchlichen Anlässen entlasten diese Gruppen die gesamte Musikkapelle.

Aus früherer Zeit gibt es nur wenige Dokumente über die musikalische Tätigkeit dieser Klangkörper, und wir wissen nur aus dem Munde alter Musikanten von einigen dieser Gruppen.

Von der ersten kleinen Musikgruppen wird uns von Birkl Ernst berichtet.

 

Die „Kapellele“ und die „Wilde Musik“

Eine Tanzmusikgruppe wurde von Kuen Anton („Zeirer“) gegründet. Diese kleine Besetzung spielte am Weinberg in Seefeld (an der heutigen Umfahrungsstraße) und wurde nach der sich dort befindlichen Kapelle „Kapellele-Musik“ benannt.

Aus dieser Gruppe entstand um 1930 die „Wilde Musik“, in welcher Birkl Ernst selbst musizierte und für das Notenmaterial verantwortlich war. In folgender Besetzung wurde anlässlich vieler Lustigkeiten, wie Musikantenbälle und Unterhaltungsabende aufgespielt:

1. Flügelhorn Lasser Vinzenz
2. Flügelhorn Birkl Ernst
Klarinette Seelos Anton
Tenorhorn Niederkircher Hans
Posaune Winkler Hans
Es-Trompete Klotz Jakob
Bass Draxl Rudolf

 

Die „Lustigen Karwendler“

In der Zwischenkriegszeit musizierten auch die „Lustigen Karwendler“. Sie zeichneten sich durch die besondere Besetzung, sie spielten hauptsächlich auf Saiteninstrumenten, aus.

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Die „Durstigen Sieben“

Eine flotte Tanzmusik wurde in den 50-iger Jahren von Hans Winkler und seinen Mannen ins Leben gerufen. Die „Durstigen Sieben“ spielten in den Seefelder Hotels und Gasthöfen und bei Vereinsfesten zum Tanz auf. In der ursprünglichen Besetzung (sieben Mann) musizierten zwei Es-Trompeter (Klotz Jakob und Nairz Walter). Erst später wurden diese durch den Harmonikaspieler Ladstätter Hans aus Innsbruck ersetzt. Der Name, die „Durstigen Sieben“, blieb aber erhalten, obwohl nur mehr sechs Musikanten der Gruppe angehörte.

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Bläsergruppe von Sailer Johann („Glaser Hans“)

Der Ursprung dieser Gruppe lag in den Chorbläsern Lasser Vinzenz (1. Flügelhorn), Marthe Johann (2. Flügelhorn), Niederkircher Johann sen. (1. Posaune) und Rauth Adolf (2. Posaune).

Unter der Leitung von Sailer Johann wurden hauptsächlich Empfänge und kirchlichen Anlässe musikalisch umrahmt.

In weiterer Folge begann man in der Weihnachtzeit Advent- und Weihnachtslieder am Dorfplatz darzubieten. Zu diesem Zweck wurde die Gruppe um einen Hornspieler (Webhofer Emil) erweitert.

In der langen Geschichte dieser Bläsergruppe wirkten noch einige Musikanten der Musikkapelle Seefeld mit, und zwar Wurm Rudolf, Marthe Josef, Winkler Hans und Hillebrand Helmut.

Die „Seefelder Bläsergruppe“

Die Seefelder Bläsergruppe, unter der Leitung von Kapellmeister Tschugg Hans, kristallisierte sich 1980 aus der Bürgermusikkapelle heraus und spielte seit dort in dieser Besetzung (2 Trompeten, 2 Posaunen und Tuba) bis zum Jahre 2002.

Die Bläsergruppe bestand aus fünf Laienmusiker, welche pro Jahr ca. 20 Proben hielten und 20 mal zu den verschiedensten Anlässen wie Hochzeiten, Trauerfeiern, Weihnachtsmusik, Messen und Kongressen spielten.

Die Literatur reichte von der Barockzeit, Renaissance bis zum Tiroler bzw. geistlichen Volkslied.

Die Tätigkeit der Bläsergruppe stellte nicht nur eine Entlastung der Bürgermusikkapelle Seefeld dar, sondern auch eine große musikalische Bereicherung.

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Im Jahr 2002 wurde die Seefelder Bläsergruppe neu gegründet.
Gespielt wird in folgender Besetzung: 2 Trompeten, 2 Posaunen, 1 Tuba.
Die Ausrückungen sind vielfältig und reichen von der musikalischen Gestaltung von Messfeiern und Festakten über Weihnachtsmusik bis hin zu Trauerfeiern. In der Bürgermusikkapelle Seefeld sind mittlerweile zwei Bläsergruppen aktiv und verzeichnen im Jahr etwa 25 Proben und 20 Ausrückungen.

 

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Seefelder Bläsergruppe

 

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Seefelder Bläserquintett

 

Die „Höpfeler Blechzigarren“

Die Freude am gemeinsamen Musizieren und das Interesse an der von Gottlieb Weissbacher komponierten Inntaler Musik führt 1993 zur Gründung der „Höpfeler Blech Zigarren“. Der Spottname der umliegenden Gemeinden für die Seefelder (Höpfeler), die Art der Musik (Blasmusik) und die Vorliebe einiger Mitglieder für die „Original Krummen“ (Zigarren) ergaben den Namen der Gruppe.

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alte Besetzung

 

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neue Besetzung

 

Seefelder Posaunenquartett

Das Seefelder Posaunenquartett besteht seit dem Jahr 2001 und wird vom Musikschuldirektor und ehemaligen Kapellmeister Hans Tschugg geleitet. Die weiteren Posaunisten sind Martin Neuner, Martin Mausser und Lukas Zorzi. Diese Musikgruppe setzt ihren Schwerpunkt vor allem auf eine regelmäßige und konsequente Probenarbeit. Eine besondere Ausrückung ist bestimmt das jährliche Kirchenkonzert, veranstaltet vom Seefelder Kulturring.

Nach dem Ausscheiden des damaligen Kapellmeisters Hans Tschugg wurde das Posaunenquartett umbenannt und spielte in dieser Formation im Jahre 2014 zum letzten Mal.

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Seefelder Stub’nmusig / Holzsaitenmusig

Die Seefelder Stub’nmusig entstand aus der Familie Erwin Lehner. Durch regelmäßiges Musizieren innerhalb der Familie, zusammen mit Emil Webhofer (Gitarre, Horn) hatte die Stub’nmusig seit 2001 regelmäßig Auftritte. Zu anfangs spielte die Gruppe meist für gemeinnützige und kirchliche Veranstaltungen. Die Familie – Markus (Hackbrett, Trompete), Cornelia (Harfe, Klarinette, Saxophon), Claudia (Hackbrett, Harfe) und Erwin Lehner (Kontrabass, Klarinette, Okarina, Saxophon) wurde immer wieder ergänzt durch 1 bis 6 Klarinetten (Martina Neuner geb. Mühl, Christian und Renate Kuen, Judith Neuner, Bernhard Leitner und Erich Lorenz).

Es wird ausschließlich echte Volksmusik in verschiedener Besetzung gespielt. Den Namen „Seefelder Stub’nmusig“ wurde der Gruppe vom Ehrenbürger und Altbürgermeister Ing. Erwin Seelos gegeben.

Die Seefelder Stub’nmusig als solche hatte ihren letzten Auftritt 2014. Durch den Wohnortwechsel der Mitglieder sowie die Umbesetzung der Gruppe wurde der Name 2016 auf „Holzsaitenmusig“ geändert.

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